5.12.11.13.2. Gültigkeitsbereich von Klassifikationen im Kontext von Baugruppen

Prinzipiell kann eine einzelne Komponente nicht wissen, in welchem Kontext sie später in einem Schaltschrank verbaut werden wird. Eine Tür kann durchaus in einem Schaltschrank die linke Tür sein (Component Function 3D = "Door left"), während für einen anderen Schaltschrank mit nur einer Tür gilt "Component Function 3D = 'Door'". Dafür gibt es unterschiedliche Methoden im CNS-System, diese Schwierigkeiten zu behandeln. In allgemeinsten Fall muss für jede Schaltschrankkonfiguration ein kompletter Satz an Klassifikationen in jeder Komponente definiert sein. Das bedeutet im entsprechenden Projekt der Tür sind mindestens zwei Sätze der Klassifikationen enthalten, die über Conditions für den jeweiligen Use case ausgewählt werden müssen. Diese Vorgehensweise kann nur in bestimmten Ausnahmefällen empfohlen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es sinnvoller das Projekt der Tür für die beiden Use cases zu duplizieren und unterschiedlich zu klassifizieren.

Schaltschranktür mit Artikelnummer "ADPXYZ": Die Bedingungen wählen je nach gewählter Artikelnummer unterschiedliche Sets an Klassifikationen aus (hier Montagepunkte).

Schaltschranktür mit Artikelnummer "ADPXYZ": Die Bedingungen wählen je nach gewählter Artikelnummer unterschiedliche Sets an Klassifikationen aus (hier Montagepunkte).

In der Regel wird der PDT-Import starken Gebrauch von Bedingungen machen (siehe Bild oben). Mittels dieser Methode lassen sich die unterschiedlichen Anwendungsfälle eines gegebenen Teils (unterschiedliche Arten des Einbaus) recht flexibel steuern. Im Idealfall werden diese Betrachtungen bereits bei der Erstellung des Katalogs berücksichtigt, sodass Bedingungen auf ein Minimum reduziert werden können.