5.8.2.1.15.29. Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch)
5.8.2.1.15.29.1. Auflösungscheck - Anwendungsfall

Ist die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten, die sich aus Wertebereichen ergeben zu groß, wird nicht indexiert, sondern eine Reverse Search eingesetzt, welche ebenfalls erfolgreiches Finden der Wertebereichswerte ermöglicht.

Damit Bauteile via Suche nach Bestellnummer bzw. Typcode gefunden werden können, auch die, bei denen CNSORDERNO und CNSTYPECODE aus Wertebereichswerten aufgebaut sind, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Der Auflösungscheck prüft, ob Kataloge im Volltextsuch-Index auflösbar sind oder ob eine Reverse Search notwendig ist. Ist der Katalog entsprechend vorbereitet, kann auch in den komplexesten Fällen erfolgreich mit Bestellnummer bzw. Typcode gesucht werden.

Die Benefits einer Reverse Search sind:

  • Immer gute Suchergebnisse, da eben auch die aus komplexen Wertebereichswerten (gelbe Felder) aufgebauten Bestellnummern (Artikelnummern) bzw. Typenschlüssel gefunden werden.

  • Via Bestellnummer / Typenschlüssel können Artikel auf PARTcommunity-Portalen sicher gefunden und korrekt bestellt werden. Querverlinkung von Portalen ist möglich. Externe Assistenten können statt mit einer komplexen Deeplinkliste auch über den Aufruf von Artikelnummer/Typenschlüssel direkt Geometrie anfordern.

  • Initiale Artikelzuordnung von ERP-Nummer zu PARTsolutions Projekten auf Basis von Bestellnummer / Typcode wird vereinfacht, da diese absolut eindeutig sind ("Urfüllung").

  • Siehe auch Abschnitt 5.12.7.2, „Benefits der Klassifizierung nach CNSORDERNO und CNSTYPECODE“.

5.8.2.1.15.29.2. Auflösungscheck - Voraussetzungen/Vorbereitungen
  1. Klassifizierung nach CNSORDERNO und/oder CNSTYPECODE

    [Wichtig]Wichtig

    Informationen zur Unterscheidung von CNSORDERNO und CNSTYPECODE, also wann nach was zu klassifizieren ist, finden Sie unter Abschnitt 5.12.7, „Klassifizierung nach CNSORDERNO / CNSTYPECODE“.

    [Hinweis]Hinweis

    Die Klassifizierung ist eine notwendige Voraussetzung, ansonsten erscheint beim Ausführen des Kontextmenübefehls Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) eine Fehlermeldung.

    Diese Aufgabe kann für den ganzen Katalog halbautomatisch mit dem Plugin Projekte im Batchlauf klassifizieren (siehe Abschnitt 5.12.6, „Projekte im Batchlauf klassifizieren“) erledigt werden.

    Dialogfenster "Attribute Classification"

    Dialogfenster "Attribute Classification"

    Im Ergebnis erfolgt dann ein Eintrag unter Variable mit Bestellnummer und/oder Variable mit Typenschlüssel.

    [Hinweis]Hinweis

    Im Zuge von Verzeichnis testen/Projekt testen (Testmeta) wird geprüft, ob ein Eintrag unter Variable mit Bestellnummer und/oder Variable mit Typenschlüssel vorhanden ist. Die folgende Abbildung zeigt den entsprechenden Eintrag in der CNS-Klassifikation. Hier wird die oft verwendete Merkmal-Bezeichnung CNSORDERNO und CNSTYPECODE sichtbar.

  2. Aktualisieren Sie den Volltextsuchindex (wenn nicht bereits automatisiert geschehen).

    Sofern in den Einstellungsoptionen von PARTproject die Option Volltextsuchindex bei Änderungen automatisch aktualisieren nicht aktiviert war, müssen Sie dies jetzt unbedingt selbst manuell via PARTadmin ausführen (siehe Abschnitt 1.3.8.6.3, „Volltextsuchindex“ in PARTsolutions - Handbuch für Administration).

5.8.2.1.15.29.3. Auflösungscheck - Kataloganalyse
  1. Laden Sie den aktuellen SVN-Stand herunter.

    Geänderte Dateien in Verzeichnissen/Projekten vom Server herunterladen

    Geänderte Dateien in Verzeichnissen/Projekten vom Server herunterladen

  2. Aktualisieren Sie den Volltextsuchindex (wenn nicht bereits automatisiert geschehen).

    Sofern in den Einstellungsoptionen von PARTproject die Option Volltextsuchindex bei Änderungen automatisch aktualisieren nicht aktiviert war, müssen Sie dies jetzt unbedingt selbst manuell via PARTadmin ausführen (siehe Abschnitt 1.3.8.6.3, „Volltextsuchindex“ in PARTsolutions - Handbuch für Administration).

  3. Bevor Sie die Analyse starten, stellen Sie sicher, dass die existierende resolvecheck.cfg in Ihrem lokalen Katalogverzeichnis gelöscht ist. Ansonsten wird der Auflösungscheck die bestehenden Ergebnisse aus der existierenden Datei verwenden.

    [Hinweis]Hinweis

    Nach jeder Analyse wird unter $CADENAS_DATA/23dlibs/<catalogname> die Konfigurationsdatei resolvecheck.cfg erzeugt, die zentral alle Ergebnisse auflistet.

    Löschen Sie diese vor einem erneuten Lauf, um wieder ein sauberes Ergebnis zu erhalten.

    Beispielhafter Ausschnitt:

    [REVERSEANALYSIS]
    pfad/projectname.prj=GEOMDATE;Tabellenzeilen;Varianten;Automatische Suche möglich 
    (0 oder 1)z.B. project.prj=01.01.2019;1;10;1
    ...
    ...
    ganz unten 
    [COMMON]
    REVERSEANALYSIS=Datum des letzten Laufs

    Ein erneuter initialer Prüflauf kann auch automatisiert via Konfig-Einstellung erzwungen werden. Siehe Abschnitt 5.8.2.1.15.29.8, „Auflösungscheck - Konfig-Einstellungen“.

  4. Rufen Sie im Kontextmenü des gewünschten Katalogs unter Automatisierung den Befehl Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) auf.

    Nach beendetem Prozess erscheint eine entsprechende Meldung, ob der Katalog vollständig aufgelöst werden kann oder nicht.

  5. Klicken Sie auf OK.

    Ein initialer Auflösungscheck kann je nach Kataloggröße einige Zeit in Anspruch nehmen. Hat sich bei erneutem Aufruf nichts oder wenig verändert, wird nach wenigen Sekunden wieder das Ergebnis angezeigt. Es werden nur geänderte Projekt getestet.

    -> Die Ergebnisse des Auflösungschecks werden im Dialogfenster Auflösungsergebnisse detailliert angezeigt.

    Beispiel:

    Beispiel zu Auflösungsergebnisse

    Beispiel zu Auflösungsergebnisse

  6. Prüfen Sie die Ergebnisse.

    Die Spalte Anzahl zeigt die Varianten pro Projekt. Bei Projekte ohne Wertebereiche ist der Wert gleichbedeutend mit der Anzahl Tabellenzeilen und bei Projekte mit Wertebereichen gibt der Wert die Anzahl der Varianten an bzw. wenn leer, dann sind die Varianten über 25000 (Limitwert, weiter wird nicht geprüft).

    In der Spalte Projekte gibt der Zahlenwert in Klammern an, wieviele Projekt es in der jeweiligen Kategorie gibt.

    Die folgende Tabelle zeigt die Bedeutung der Icons.

    Ein oder mehrere Teile unter diesem Knoten sind noch nicht gelöst. Das blaue Ausrufezeichen steht für verschiedene Möglichkeiten:

    • Projekte mit Wertebereichen

    • Die automatische Suche benötigt zu viel Zeit

    • Manuelle Erstellung der Rückwärtssuche notwendig

    Klassifikation fehlt (Projekte wurden ignoriert)

    Es erscheint eine Fehlermeldung

    Der Teilbereich ist auf die eine oder andere Art gelöst und benötigt keine Aufmerksamkeit mehr:

    • Automatische Berechnung der Rückwärtssuche

    • Aufnahme in Volltextindex bis insg. max. 50.000 Zeilen

    • Projekte ohne Wertebereiche

    ----------------------------------------------------------------------------------------

    • Projekte mit nicht relevantem Wertebereich (Dimensionsmerkmal)

      Die automatische Auflösung war zwar erfolgreich, allerdings enthält die Bestellnummer bzw. der Typcode eine unzulässige Wertebereichsvariable vom Typ Funktionsmerkmal oder Dimensionsmerkmal.

      [Hinweis]Hinweis

      Details hierzu finden Sie unter Abschnitt 7.8.13, „Typ-Identifikation“.

    Zu diesem Projekt ist eine manuelle Reversekonfiguration hinterlegt. (<projektname>_pnoreverse.cfg vorhanden)
    Projekt wird aufgelöst in den Luceneindex geschrieben.

    Die folgende Tabelle zeigt die Bedeutung der einzelnen Kategorien.

    Unter Projekte werden zwei Hauptebenen angezeigt, in denen unterschieden wird, ob Projekte überhaupt Wertebereiche besitzen. Projekte mit Wertebereichen werden detailliert in 4 Kategorien unterschieden.

    Projekte mit WertebereichenKategorieBedeutung
     

    1

    Automatische Berechnung der Rückwärtssuche: Für die hier aufgelisteten Projekte konnte die Rückwärtssuche automatisch berechnet werden. Eine heuristische Überprüfung hat keine Fehler ergeben.

    Unter $CADENAS_DATA/index/cat/cat_<catalogname>/graph wird eine Datei graphlookup.map erzeugt. Diese enthält katalogübergreifend alle Informationen bis hinunter auf Projektebene.

    2

    Aufnahme in Volltextindex bis insg. max. 50.000 Zeilen

    3

    Manuelle Rückwärtssuche vorhanden (auf Katalogebene gibt es eine Konfigurationsdatei pnoreverse.cfg)

    4

    Manuelle Erstellung der Rückwärtssuche notwendig

    Alle Projekte, die nicht Kategorie 1-3 zugeordnet werden, erscheinen in Kategorie 4.

    Evtl. lässt sich durch gewisse Anpassungen innerhalb der Projektstruktur eine automatische Auflösung doch noch erreichen. Hinweise hierzu finden Sie unter Abschnitt 5.8.2.1.15.29.9, „Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) - Problematische Konstrukte vermeiden“. Ansonsten muss die Rückwärtssuche manuell erstellt werden. Siehe Abschnitt 5.8.2.1.15.31, „Reverse TypeCode Regeleditor“.

    Projekte ohne Wertebereiche  

    Eine Aufwandsabschätzung zur Erreichung höchster Suchergebnisqualität ist einfach möglich:

    • Kategorie 4 ist leer -> alles perfekt

    • Kategorie 4 ist nicht leer

      Falls der Katalog nicht vollständig aufgelöst werden konnte, sind Anpassungen für die Projekte unter Kategorie (4) Manuelle Erstellung der Rückwärtssuche notwendig vorzunehmen:

      -> Prüfen Sie, ob die betreffenden Projekte durch strukturelle Umstellungen aufgelöst werden können (siehe Abschnitt 5.8.2.1.15.29.9, „Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) - Problematische Konstrukte vermeiden“). Sollte dies nicht möglich sein, müssen manuell Reverse-Konfigs vom Typ pnoreverse.cfg erstellt werden (siehe Abschnitt 5.8.2.1.15.31, „Reverse TypeCode Regeleditor“).

      Detaillierte Informationen erhalten Sie durch Liste exportieren und Csv exportieren.

      • -> Button Liste exportieren

        Es werden alle Projekte unter Manuelle Erstellung der Rückwärtssuche notwendig exportiert.

        (einfache Auflistung der Projektpfade)

      • -> Button Csv exportieren

        Es werden alle gelisteten Projekte exportiert.

        Beispiel: CSV geöffnet in Tabellenkalkulationsprogramm

        Beispiel: CSV geöffnet in Tabellenkalkulationsprogramm

        • PRJ_PATH: Pfad zum entsprechenden Projekt

        • NN: Normnummer

        • QASTATE: Aktueller QA-Status des Projektes

        • IS_COMPLEX: Wahr, wenn es gelbe Felder gibt, d.h. Sachmerkmal oder Geometriemerkmal

        • SUBTYPE:

          • 0: Projekt enthält keine Wertebereiche (gelbe Felder).

          • 1: Projekt enthält Wertebereiche (gelbe Felder) und Automatische Berechnung der Rückwärtssuche geht nicht. -> Es wird eine manuelle Erstellung der Rückwärtssuche benötigt.

          • 2: Projekt enthält Wertebereiche (gelbe Felder) und Automatische Berechnung der Rückwärtssuche geht, sodass diese Projekte automatisch aufgelöst werden können.

          • -1: Klassifikation nach CNSORDERNO oder CNSTYPECODE fehlt. Vergleiche oben das Icon mit rotem Ausrufezeichen.

          • -2: Projekt enthält Wertebereiche (gelbe Felder); Auto Reverse Search läuft in einen Timeout. Es werden manuelle Reverse Skripte benötigt.

        • RANGES: Anzahl Wertebereiche (gelbe Felder). Wenn RANGES=0 ist, dann ist auch SUBTYPE=0)

        • ROWS: Anzahl der Zeilen in der Tabelle

        • AMOUNT: Anzahl der Varianten

        • HASPNO: Zu diesem Projekt ist bereits ein manuell erstelltes Reverse Skript (_pnoreverse.cfg) vorhanden (manuelle Konfigurationslösung).

        • HASFLAG: Das VARSEARCHRESOLVEORDERNO Flag ist hier schon auf 1 gesetzt und Projekt kommt in Lucenesuche. Muss beachtet werden, um nicht über das Limit von 50000 pro Katalog zu kommen.

        • REPORT: Detaillierter Report, wie per Algorithmus versucht wird, die Bestellnummer aufzulösen. Feld ist nur ausgefüllt, wenn ein manuelles Skript benötigt wird.

5.8.2.1.15.29.4. Auflösungscheck - Aktivierung
  1. Checken Sie den SVN-Katalog aus (sofern nicht bereits für die Kataloganalyse geschehen).

  2. Aktualisieren Sie den Volltextsuchindex (sofern nicht bereits für die Kataloganalyse geschehen).

    [Hinweis]Hinweis

    Dies ist notwendig, damit die in der Rubrik Aufnahme in Volltextindex bis insg. max. 50.000 Zeilen ausgewiesenen Projekte neu indiziert werden.

  3. Führen Sie den Resolve Check mittels Kontextmenübefehl Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) aus (sofern nicht bereits für die Kataloganalyse geschehen).

  4. Klicken Sie auf Anwenden.

    Wenn die in den Kategorien (1) Automatische Berechnung der Rückwärtssuche, (2) Aufnahme in Volltextindex bis insg. max. 50.000 Zeilen und (3) Manuelle Rückwärtssuche vorhanden ausgewiesenen Projekte programmintern entsprechend gekennzeichnet werden sollen, klicken Sie unbedingt auf Anwenden!

    Hier im Beispiel würde "Anwenden" 9 Projekte betreffen (6+1+2).

    Hier im Beispiel würde "Anwenden" 9 Projekte betreffen (6+1+2).

    Mit Klick auf Anwenden wird das Auflösungsflag gesteuert.[26]

    • Bei Projekten in der Kategorie Aufnahme in Volltextindex bis insg. max. 50.000 Zeilen (2) wird das Flag auf 1 gesetzt.

    • Bei Projekten in der Rubrik Automatische Berechnung der Rückwärtssuche (1) wird das Flag auf 2 gesetzt.

    • Zeilen ohne Varianten (Wertebereiche) oder mit einer manuellen Resolvekonfiguration (3) bleiben auf 0.

    Mit Klick auf Anwenden bestätigen Sie, dass für die potentiellen x Projekte das Flag gesetzt wird.

    [Hinweis]Hinweis

    Hierfür werden Schreibrechte auf dem betreffenden Katalog benötigt. SVN-verwaltete Kataloge müssen zuvor ausgecheckt werden und nach der Modifizierung wieder eingecheckt.

  5. Checken Sie den SVN-Katalog ein.

  6. Damit die Reverse Search auch tatsächlich zur Verfügung steht, muss das Flag "Auto reverse Search" aktiviert werden.

    [Hinweis]Hinweis

    Die Aktivierung kann nur von einer authorisierten Person vorgenommen werden!

  7. Optional kann die Reverse search (automatic) für PCOM Portale aktiviert werden.

    [Hinweis]Hinweis

    Die Aktivierung kann in den Portaleinstellungen von PCOM Admin vorgenommen werden!

  8. Ausführen des Befehls QA Stand generieren... (zum Testen)

  9. Ausführen des Befehls Live Stand publizieren... (kostenpflichtig)

    Details hierzu finden Sie unter Abschnitt 6.10, „Katalog publizieren“.

5.8.2.1.15.29.5. Auflösungscheck - Analyse nach Katalogänderungen
  1. Grundsätzlich:

    Bei neuen oder geänderten Projekten prüft Testmeta, ob die Projekte auflösbar und ob die ORDERNUMBER/TYPECODE klassifiziert sind und gibt Warnungen / Fehler aus.

    • Wenn etwas nicht auflösbar ist laut Testmeta-Fehlermeldung, bleiben 2 Möglichkeiten:

      • Umbau, was laut Modellierungsrichtlinie bei Neuprojekten nicht vorkommen sollte

      • Einsatz eines manuellen Reversescript, was ebenfalls nach Modellierungsrichtlinie eigentlich nicht vorkommen sollte.

  2. Was passiert, wenn eine Variable bzw. ein Variablenwert geändert wird?

    Für alle Projekte, die über Automatische Berechnung der Rückwärtssuche aufgelöst werden können, sind in diesem Fall bis auf erneute Publizierung des Katalogs keine weiteren Anpassungen nötig.

  3. Was passiert, wenn eine Variable entfällt oder dazukommt?

    Für alle Projekte, die über Automatische Berechnung der Rückwärtssuche aufgelöst werden können, sind in diesem Fall bis auf erneute Publizierung des Katalogs keine weiteren Anpassungen nötig.

  4. Wie ist der Ablauf, wenn eine Analyse der Katalogdaten durchgeführt werden soll?

    Wenn sich Änderungen ergeben haben, ist die folgende Vorgehensweise für das Katalog-Update durchzuführen:

    1. Katalog aus SVN auschecken

    2. Aktualisieren Sie den Volltextsuchindex (außer bereits automatisiert geschehen).

      Siehe Abschnitt 1.3.8.6.3, „Volltextsuchindex“ in PARTsolutions - Handbuch für Administration.

    3. Auflösungscheck durchführen

    4. Auflösungscheck -> Anwenden

    5. Aktualisieren Sie den Volltextsuchindex erneut

    6. Katalog ins SVN einchecken

    7. Ausführen des Befehls QA Stand generieren... (zum Testen)

    8. Ausführen des Befehls Live Stand publizieren... (kostenpflichtig)

5.8.2.1.15.29.6. Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen
5.8.2.1.15.29.6.1. Funktionsbeschreibung

In PARTproject -> Projektauswahl -> Kontextmenü des Katalogs (bzw. eines Unterverzeichnisses oder Projekts) -> Automatisierung finden Sie die Funktion Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen.[27]

Hiermit haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, welche Teile aus einer automatisch erstellten Liste von Bestellnummern bzw. Typenschlüsseln (zusammengesetzt aus Werten gelber Felder) gefunden werden, sodass Sie sicher sein können, dass diese z.B. bei einer Suche im PARTdataManager zu korrekten Treffern führen.

Außerdem können Sie auch eine bestimmte Liste prüfen (entweder initial oder das Outputergebnis der automatischen Generierung nachdem Anpassungen zur Verbesserung der Ergebnisse vorgenommen wurden).

Bestellnummer-, Typenschlüsselsuche

Bestellnummer-, Typenschlüsselsuche

5.8.2.1.15.29.6.2. Vorbedingungen/Vorbereitungen

Führen Sie folgende Schritte aus bevor Sie den Testlauf starten:

  1. Verwenden Sie immer die letzte V12-Release-Version.

  2. Stellen Sie sicher, dass Sie den aktuellen SVN-Katalog inklusive der letzten Updates und Änderungen installiert haben.

  3. Stellen Sie sicher, dass ein "frischer" Auflösungscheck durchgeführt wird.

    Löschen Sie hierzu unter $CADENAS_DATA/23dlibs/<catalogname> die Konfigurationsdatei resolvecheck.cfg bevor Sie den Auflösungscheck starten.

  4. Fügen Sie den Katalog in PARTadmin in der Konfigurationsdatei reverselookup.cfg, im Schlüssel generategraph ein.

  5. Updaten Sie Anzeige- und Volltextsuchindex in PARTadmin.

5.8.2.1.15.29.6.3. Beispiel (Testen einer automatisch generierten Liste)
  1. Wählen Sie das Katalogverzeichnis, ein Unterverzeichnis oder ein Projekt und klicken Sie auf den Kontextmenübefehl Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen.

    Kontextmenübefehl "Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen"

    Kontextmenübefehl "Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen"

    -> Das gleichnamige Dialogfenster wird geöffnet.

    Kontextmenübefehl "Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen"

    Kontextmenübefehl "Reverse Search – Bestellnummernsuche Testen"

  2. Einstellungen:

    • Zielpfad Exportliste: Klicken Sie auf den Durchsuchen-Button ... und wählen Sie ein Verzeichnis. (Die Exportliste wird dann in diesem Verzeichnis abgelegt.)

    • Anzahl pro Projekt: Anzahl getesteter Nummern pro Projekt

    • Liste nach dem Test öffnen: Ja/Nein

    • Speichermethode:

      • Alle in eine Liste

      • Eigene Liste pro Projekt

  3. Klicken Sie auf Starten.

    -> Es wird zunächst eine Liste zufälliger Bestellnummern erzeugt (siehe Fortschrittsbalken unter Erzeugung der Bestellnummern) und im zweiten Schritt werden diese Nummern getestet (siehe Fortschrittsbalken unter Test der Suche).

    -> Nach dem Testlauf erhalten Sie die Zusammenfassung der Ergebnisses direkt im Programm.

    -> Außerdem werden die Ergebnisse in die automatisch generierte Exportliste geschrieben. Das Testergebnis steht in der letzten Spalte. Gefundene Nummern sind mit "OK" gekennzeichnet, nicht gefundene mit "FAIL".

    Die einzelnen Spalten:

    • Bestellnummer: Getestete Bestellnummer

    • Mident: Mident der Bestellnummer

    • Projekt: Getestetes Projekt

    • Projektpfad: Projektpfad des getesteten Projekts

    • Testergebnis: OK/FAIL

    CSV-Datei in Excel geladen

    CSV-Datei in Excel geladen

  4. Optional

    Wenn es fehlgeschlagene Suchen gab und die Reverse Search Funktionalität optimiert wurde, können Sie mit Liste laden die Ausgabeliste erneut laden und testen.

Beispiel (initiales Testen einer Liste definierter Bestellnummern/Typecodes)

Alternativ können Sie auch gleich mit einer Liste definierter Bestellnummern/Typecodes testen. Die Einstellung unter Anzahl pro Projekt ist dann nicht relevant.

Starten Sie den Prozess mit Klick auf Liste laden.

-> Das unter Zielpfad Exportliste eingestellte Verzeichnis wird geöffnet. Wählen Sie die gewünschte CSV-Datei.

[Hinweis]Hinweis

Der Aufbau der Liste muss wie folgt sein:

  • In der ersten Zeile steht ein beliebiger Spaltenname.

  • In der zweiten Zeile steht der Katalogname und zwar genau so wie er im SVN verwendet ist.

  • Dann folgen die Zeilen mit den abzufragenden Bestellnummern bzw. Typecodes.

-> Die Funktion wird ausgeführt und die Ergebnisse werden in die geladene CSV-Datei geschrieben.

Das Testergebnis steht in der letzten Spalte. Gefundene Nummern sind mit "OK" markiert, nicht gefundene mit "FAIL".

5.8.2.1.15.29.6.4. Online testen
  1. Bestellnummern testen via "Reversemap Service"

    Wenn die Reverse Search bereits für die Online Verwendung aktiviert wurde, können Sie Bestellnummern manuell mit dem "Reversemap Service" testen.

    Geben Sie einfach die URL im Browser ein und sehen Sie, ob Sie den MIdent zurückbekommen.

    https://webapi.qa.partcommunity.com/service/reversemap?catalog=norelem&part=06247-116044&exact=1

    https://webapi.partcommunity.com/service/reversemap?catalog=norelem&part=06247-116044&exact=1

    catalog = -> Katalog in dem gesucht werden soll

    part = -> Bestellnummer nach der gesucht werden soll

    exact = -> 1 (Exakte Suche nach der Bestellnummer); 0 (Groß-/Kleinschreibung ignorieren)

    Ergebnis "OK"

    Beispiel "mident"

    Beispiel "mident"

    Ergebnis "Error"

    Beispiel "error"

    Beispiel "error"

  2. Bestellnummern testen auf 3Dfindit oder Supplier Portal

    Sie können auch auf dem 3Dfindit- oder einem Supplier-Portal nach Bestellnummern suchen (entsprechender Config-Key muss zuvor auf dem Supplier-Portal aktiviert worden sein.

    Stellen Sie sicher, dass Sie den Katalog auf 3Dfindit bereits selektiert haben. In der Standard-Suchleiste von 3Dfindit funktioniert die Bestellnummernsuche nicht.

5.8.2.1.15.29.7. Auflösungscheck - Besondere Hinweise
  • Bei der automatischen Berechnung der Rückwärtssuche wird unter $CADENAS_DATA\index\cat\cat_resolve_check\graph eine Datei graphlookup.map erzeugt. Diese Datei wird beim Upload auf Online-Portale standardmäßig ignoriert und muss zur Verwendung explizit von CADENAS freigeschaltet werden.

  • Die Suche nach Bestellnummer oder Typbezeichnung funktioniert auf Online-Portalen nur im betreffenden Katalog (in PARTdataManager auch über alle Kataloge).

    Sinnvollerweise wird man eine Suche immer im gewünschten Katalog durchführen. Manchmal besteht ein Katalog aber aus Unterkatalogen (der Normenkatalog beispielsweise aus DIN, ISO, EN, etc.). In einem solchen Fall führen Sie die Suche bitte im betreffenden Unterkatalog aus.

  • Beim Erstellen der CIP-Datei des Katalogs werden in der dir.prj des Katalogs die Ergebnisse des Auflösungscheck in Form folgender Schlüssel gesetzt:

    • CATMETRICS_SEARCHABLE_PROJECTS

      Anzahl von Projekten, die gefunden werden sollten (alle sichtbaren Projekte und Projekte mit SEARCHINDEX=ON)

    • CATMETRICS_REVERSE_CLASSIFIED

      Anzahl von Projekten mit einer klassifizierten Bestellnummer oder Typecode Variable

    • CATMETRICS_REVERSE_STATIC

      Anzahl von Projekten ohne Wertebereiche

    • CATMETRICS_REVERSE_CONFIG

      Anzahl von Projekten mit manuellen Reverse Scripts

    • CATMETRICS_REVERSE_LUCENE

      Anzahl von Projekten mit Bestellnummern und Typecodes, die über Lucene indexiert sind.

    • CATMETRICS_REVERSE_GRAPH

      Anzahl von Projekten mit automatischer Berechnung der Rückwärtssuche

    • CATMETRICS_REVERSE_FAILED

      Anzahl von Projekten, die nicht mit der Reverse Search gefunden werden können

    Hintergrundinformation: Um die Informationen zu erstellen, die in die dir.prj geschrieben werden, werden die Konfigurationsdateien resolve_check.cfg und qacheck.cfg ausgewertet. In resolve_check.cfg schreibt z.B. der ResolveChecker, für welche Projekte eine automatische Reverse Search möglich ist. Es kann aber sein, dass jemand ein Projekt geändert hat, ohne den ResolveChecker auszuführen. In diesem Fall wird die Information aus der qacheck.cfg gelesen, in welche Testmeta schreibt, und Testmeta muss auf jeden Fall für geänderte Projekte aufgerufen werden, da sie ansonsten nicht publiziert werden können.

5.8.2.1.15.29.8. Auflösungscheck - Konfig-Einstellungen

Die Konfigurationsdatei findet sich unter $CADENAS\libs\all\plugins\resolve_check.cfg:

Die Qualität der heuristischen Überprüfung bei der automatischen Berechnung der Rückwärtssuche kann mittels der ersten drei Schlüssel eingestellt werden.

Wird NEVERSKIPGRAPH auf 1 gesetzt (Default ist 0), wird bei jedem Lauf eine komplette Neuberechnung durchgeführt. (Zu Testzwecken evtl. sinnvoll, wenn die automatische Generierung verbessert wurde.)

[COMMON]
# maximum graphsearch searches per project
MAXHEURISTICS=10000
# maximum time in minutes to use when counting variants
MAXTIME=15
# maximum time in minutes when checking graphsearch results
MAXTIMETEST=15
# always recheck the graphsearch even if we already have a saved result
NEVERSKIPGRAPH=0
5.8.2.1.15.29.9. Reverse Search – Auflösungscheck (automatisch) - Problematische Konstrukte vermeiden

Definitionen für verwendete Variablenabkürzungen

  • RNG: Wertebereichsvariable die einen Bereich definiert

    Beispiel:

    [10:100]
  • NMD: Wertebereichsvariable mit konkreten Werten

    Beispiel 1

    'x','b','y',...

    Beispiel 2 (Wertebereichsvariable mit Benennung)

    1,'txt1',2,'txt2',...
  • ALG: Variable basierend auf Merkmalalgorithmus

    Beispiel:

    ALG = '$A.-$B.-$C.-$D.-$E.-$F.-$G.'
  • TAB: Variable mit festen Werten

  • NR: Aufzulösender Wert (Bestellnummer / Typecode)

Die folgende Abbildung zeigt den Einstellungsbereich für oben erwähnte Wertebereichsvariaben.

Variablenmanager -> Status

Variablenmanager -> Status

Problematische Konstrukte

  • Beispiel 1 - Indirekte, berechnete Verwendung des Wertebereichs

    [Hinweis]Hinweis

    Bei der Verwendung von Algorithmen gilt folgende Einschränkung:

    Ein Algorithmus ergibt "vorwärts" immer einen konkreten berechneten Wert, aber "rückwärts" kann der im Algorithmus verwendete Wert nicht erschlossen werden, wenn eine arithmetische Operation verwendet wird; direkte Substitution hingegen funktioniert.

    Beispiel:

    Die Bestellnummer (NR) resultiert aus dem String 'xyz' und einem Merkmalalgorithmus.

    RNG=[10:100]

    NR= xyz 500

    NR=xyz ALG
    ALG=10*RNG

    Problem: ALG kann einem eindeutigen Wert zugeordnet werden, aber aufgrund oben genannter Einschränkung kann der Wert von RNG nicht ermittelt werden.

    Gleiches würde auch für folgende leicht abgewandelte Fälle gelten, da auch hier eine arithmetische Operation durchgeführt wird:

    • NMD=15,20,30

      NR= xyz 200

      NR=xyz ALG
      ALG=10*NMD
    • Wertebereich mit Schrittweite. Das würde einer Liste von festen Werten entsprechen (10,20,30,...,100), funktioniert aber aufgrund obiger Einschränkung trotzdem nicht.

      RNG=[10:100/10]

      NR= xyz 500

      NR=xyz ALG
      ALG=10*RNG

    Lösung:

    Eine Lösung könnte evtl. darin bestehen, die Wertebereichswerte so zu bestimmen, dass eine Berechnung mittels ALG unterbleiben kann und direkt RNG zur Bestimmung von NR verwendet wird.

  • Beispiel 2 - Vorwärts-Auflösung mit Algorithmen

    [Hinweis]Hinweis

    Der Wert eines Algorithmus kann nicht gesetzt werden.

    Beispiel:

    ALG1: Vorwärts zu einem Wertebereich

    ALG1=RNG (ALG1 fußt auf einem Wertebereich)

    ALG2: IF Statement zur Bestimmung des angezeigten Bestellnummerwertes

    If ALG1='xyz' then
    ALG2=123
    Else If ALG1='abc' then
    ALG2=789
    End if
    NR=DIN ALG2

    Problem:

    ALG1 kann einem eindeutigen Wert zugeordnet werden, aber aufgrund oben genannter Einschränkung kann der Wert nicht gesetzt werden.

    Lösung:

    Verwenden Sie im IF-Statement direkt den Wertebereich anstatt der Algorithmus-Variablen.

    If RNG='xyz' then
    ALG2=123
    Else If RNG='abc' then
    ALG2=789
    End if
    NR=DIN ALG2
  • Beispiel 3 - Kein Trenner zwischen Wertebereichsvariablen

    Beispiel:

    NR=RNG1RNG2

    Problem:

    Es gibt keinen Trenner zwischen den zwei Wertebereichen, so dass nicht klar ist, aus welchen Einzelwerten Bestellnummer/Typecode (NR) zusammengesetzt wurde.

    NR='3412' könnte eine z.B. eine Kombination aus '341' und '2' sein oder aus '34' und '12'.

    Lösung: Setzen Sie einen Trenner zwischen die Wertebereichsvariablen, dann ist klar, welches Element zur Wertebereichsvariablen 1 und welches zur Wertebereichsvariablen 2 gehört.

    NR=RNG1-RNG2
  • Beispiel 4 - Keine eindeutigen Pfade mit gleichem Ergebnis

    Beispiel:

    ALG:

    RNG : 0,1,2,3

    If a=1 then
    ALG='01'
    Else if a=2 then
    ALG='0$RNG.'
    End if

    Problem:

    ALG hat mehrere Optionen, die teilweise gleich sind. In der ersten Bedingung "01" und in der zweiten Bedingung "01".

    Wenn ALG denselben Wert annimmt, kann die Rückauflösung nicht gelingen. Es kann nicht entschieden werden, ob der Fall "a=1" oder "a=2" vorliegt. Damit ist dann sekundär auch eine Aussage über RNG=1 falsch.




[26] Schlüssel VARSEARCHRESOLVEORDERNO. Auf Projektebene steht dieser in der Projektdatei, auf Katalogebene in $CADENAS_DATA/23d-libs/<katalogname>/dir.prj. Keine GUI-Entsprechung. Manuelles Eingreifen ist nicht nötig.

[27] Die entsprechenden Plugin-Dateien müssen unter %CADENAS%/libs/all/plugins liegen: resolve_check_tester.cfg, resolve_check_tester.def, resolve_check_tester.vbb