2.7.4. Konfigurationsmöglichkeiten

Vergleich der Presets

Preset

Sortiert nach

Stärken und Schwächen

Voraussetzung, Laufzeit für 100.000 Teile

visual_raw

Form und Proportion aus sechs gerenderten Ansichten

Gruppiert Teile so, wie es ein Mensch auf den ersten Blick tun würde. Kennt keine Merkmale der Teile – Gewinde, Abmessungen und Normen bleiben unberücksichtigt.

Lochbild, kein Gewinde.

Nur STL; erfordert einen Neubau des Containers. 8 bis 15 h

visual_3d

Form direkt aus der 3D-Geometrie

Stark bei flachen Blech- und Plattenteilen. Insgesamt gröber als visual_raw und ebenfalls ohne Teilemerkmale.

Nur STL; läuft streng seriell. 12 bis 23 h

visual_norm_hybrid

zweistufig: oben nach Aussehen, darunter nach Feature-XML

Berücksichtigt die technischen Merkmale der Teile: Die Hauptgruppen bleiben optisch plausibel, darunter werden Teile sauber nach Merkmalen und Abmessungen getrennt. Benötigt Feature-Daten für jedes Teil – Teile ohne diese Daten bleiben außen vor.

XML zwingend, dazu Neubau. 8 bis 15 h; legt in der Registry eine reuse_file ab – bei passendem Katalog nur 5 bis 11 h

visual_blend_norm_hybrid

dreikanalig: Aussehen und 3D grob, XML fein

Gleiche Genauigkeit bei den Merkmalen; die 3D-Geometrie stabilisiert bei Blechteilen die oberen Gruppen. Benötigt ebenfalls Feature-Daten für jedes Teil.

XML zwingend, dazu Neubau. 20 bis 36 h – das aufwendigste Preset

Entscheidungshilfe: Liegt für jedes Teil eine Feature-XML vor, ist das Hybrid-Preset die erste Wahl – es berücksichtigt die technischen Merkmale und trennt auch dort zuverlässig, wo dieselbe Form in vielen Größen vorkommt. Ohne zusätzliche Daten oder bei einem gemischten oder unbekannten Bestand verwenden Sie visual_raw. Bei blechlastigen Katalogen sprechen Sie frühzeitig über visual_3d und einen Pilotlauf.

Häufige Fehler in der Beratung:

  • Zu hohe Erwartungen an die Reinheit der Cluster wecken – selbst im besten Fall bleibt ein großer Teil der Cluster gemischt, weil viele Teile im Bestand schlicht keine echten Geschwister haben.

  • Von den rein visuellen Presets Normbezeichnungen oder eine Trennung nach Größen erwarten – sie sehen die Form, nicht die Merkmale; dafür sind die Hybrid-Presets da.

  • Den Schutz vor leeren Clustern pauschal zusagen – er hängt vom gewählten Preset ab.

  • Das dreikanalige Preset als das beste verkaufen – es ist eine Variante für Blech- und Mischkataloge, keine Verbesserung des Hybrid-Presets.

  • Laufzeiten aus dem Stegreif zusagen – das schnellste und das langsamste Preset unterscheiden sich um ein Vielfaches, und durchgehend schwere Teile vervielfachen das noch einmal.

  • Ein Preset oder eine Anfrage mit dem alten Sprachmodell (gemma3) für das neue Image zusagen – es schlägt zur Laufzeit fehl, und die Fehlermeldung ist irreführend.

  • Den Speicherbedarf aus den alten Messungen ableiten, obwohl das neue Sprachmodell noch nicht vermessen ist.